Neblige Tage

Die letzen Wochen waren ziemlich verregnet, aber am Dienstag schien den ersten Tag die Sonne. Ich bin morgens aufgewacht, bei strahlendem Sonnenschein, einfach schön. Draussen war es frostig, aber es sollte warm werden. 

Als ich meinen Enkel zur Schule gefahren habe, die weiter im Tal liegt, konnten wir schon von oben eine dichte Nebelwand sehen, die das ganze Tal ausfüllte. Wir sind also langsam in die Nebelwand gefahren und als wir an der Schule ankamen, sagte mein Enkel: “Die Armen, die stehen auf und sehen nur den Nebel und denken heute wird wieder so ein fieser Tag und wissen noch gar nicht, dass gleich die Sonne da sein wird. Aber wir wissen das.”

So geht es vielen Menschen, die gerade im Nebel stecken.

Sie sehen nur den Nebel, auch wenn kurz danach die Sonne kommt. Sie verkriechen sich evtl. sogar in Ihrer Wohnung, weil es sich an so einem Tag gar nicht lohnt raus zu gehen. Wenn dann die Sonne kommt, bekommen sie es gar nicht mit, denn sie haben sich ja so tief vor dem Nebel verkrochen.

Dabei hält kein Nebel ewig. Irgendwann kommt immer wieder die Sonne durch. Nur wenn wir mitten im Nebel stehen, vergessen wir oft, dass die wärmende Sonne direkt dahinter verborgen ist. Selbst hinter den dicksten Wolken verbirgt sich die Sonne und sobald sich die Wolken und der Nebel verziehen, kommt die Sonne mit voller Kraft durch, um uns wieder zu wärmen. Wenn wir uns nun aber zu tief verkrochen haben, bekommen wir vielleicht gar nicht mit, dass die Sonne scheint und wenn wir nicht raus gehen, kann sie uns nicht wärmen.

Deshalb sollten wir uns, wenn es uns nicht so gut geht und wir gefühlt im Nebel stehen, zwar etwas dickeres Anziehen und vielleicht auch im Haus bleiben, wenn uns richtig kalt ist, aber immer das Fenster im Auge behalten.

Auch wenn es Euch richtig schlecht geht und Ihr zunächste keinen Ausweg seht. Verkriecht Euch nicht komplett, haltet Kontakt zur Aussenwelt, denn nur so könnt Ihr mitbekommen, wenn es wieder besser wird. Und nie vergessen: Was machen Freunde im Nebel? Sie stehen ganz besonders nah zusammen um sich gegenseitig zu wärmen und nicht zu verlieren